50000 Wörter in 28 Tagen

Heute habe ich meinen Text auf der Camp NaNo Seite verifizieren lassen und kann mich somit zu den „Gewinnern“ des Camps zählen. Leider muss ich mich die nächsten Tage noch ein bisschen ranhalten, da die Story noch nicht beendet ist. Ich bin ungefähr bei 3/4, es kommen noch paar Kapitel und das Ende dazu. Trotzdem freue ich mich den ersten Meilenstein und zwar die 50k innerhalb eines Monats zu schreiben, geschafft zu haben. Mein Plan bleibt weiter so bestehen, ich hoffe die Story diesen Monat, eventuell in der ersten Augustwoche beenden zu können, damit ich dann einfach so fortfahren kann, wie ich es letztes Mal schon erwähnt habe.

Ich wurde gefragt ob ich der Meinung bin, dass mir solche Schreibmarathon wirklich etwas bringen. Die Antwort finde ich sehr naheliegend: egal ob man etwas brauchbares zustande gebracht hat oder nicht, man hat etwas zustande gebracht. Man hat sich eventuell eine Art Schreibdisziplin angeeignet und man kann sagen, man hat etwas geschafft. Selbst wenn ich insgesamt nur 10 Seiten von den knapp 200 Seiten mag, die ich bis jetzt habe, habe ich dennoch 10 Seiten die mir gefallen und das reicht mir. Ich habe mir über den letzten Monat eine wunderbare Schreibdisziplin angeeignet, wenn ich möchte, kann ich mich hinsetzen und „mal eben“ 2500 Wörter in einer Stunde hinschreiben, die ich mir dann im Nachhinein genauer angucken kann. Mir kommt es momentan darauf an, dass ich auch wirklich etwas schreibe. Es muss nicht perfekt sein, dafür kann ich später sorgen, aber überhaupt zu schreiben, dass finde ich momentan wichtiger. Wenn ich überlege wie oft ich mich einfach ablenken lasse oder meine ich müsste erstmal die richtige Stimmung haben, bin ich dankbar dafür, dass ich in den letzten 28 Tagen gelernt habe, dass dem nicht so ist. Ich kann mich hinsetzen und etwas produzieren. Egal welche Stimmung ich habe, egal ob da Ablenkungsmöglichkeiten sind. Ich kann zu mir selbst sagen: „Komm, setz dich da jetzt eine Stunde ran und produzier etwas. Scheiß drauf ob es perfekt ist, hauptsache du machst es.“
Ich kann mir vorstellen, dass Leute die nicht abschalten können, die ihren inneren Lektor nicht für kurze Zeit in den Hintergrund schieben können, dass diese Leute es vielleicht um einiges schwerer haben mit solchen Schreibmarathon Schritt zu halten, vielleicht haben sie am Ende auch schon ein besseres Endprodukt, aber haben sich viel mehr unter Druck gesetzt. Wenn ich ein Projekt wie NaNoWriMo in Angriff nehme, dann kommt es mir mehr darauf an zu produzieren. Natürlich mach ich mir vorher Gedanken, aber ich lass mir auch mehr Freiraum und habe dann im Endeffekt (wie man auch jetzt sieht) etwas da stehen, was komplett umgeschmissen wird, weil ich während des Schreibens einfach eine bessere Idee zum Aufbau hatte, die ich ansonsten vielleicht nicht bekommen hätte. Ich ramble grad ein bisschen rum, aber ich möchte halt versuchen meinen Standpunkt zu erklären: Ich kann nachvollziehen, dass manche solche Aktionen als „unnütz“ oder „nicht gut“ deklarieren, aber Leuten wie mir hilft es, sich hinzusetzen und ein gewisses Pensum zu schaffen, welches am Ende noch viel Arbeit braucht, aber ich habe etwas womit ich dann arbeiten kann.

Noch etwas anderes: Ab der zweiten August Woche wird es einen anständigen Zeitplan geben, der auch eingehalten wird. Momentan habe ich halt noch einen sehr anstrengenden Ferienjob und schaffe es nicht immer die Termine, die ich mir selbst gesetzt habe einzuhalten. Dies wird sich aber in den nächsten Wochen ändern!

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