Was kommt nach Camp NaNoWriMo?

Zuerst einmal, heute doch nichts über Bücher, weil ich in der ersten Woche wo ich mir einen Plan mache natürlich gleich irgendwas anders machen muss. Eigentlich hätte am Dienstag etwas über das Schreiben kommen sollen und die Rezension erst heute. Tja, muss ich es wohl umdrehen. Dann also heute etwas über das Schreiben.

Wie ihr oben sehen könnt, habe ich heute die 42k zusammenbekommen, fast 43k und jetzt kommt diese kleine Stimme in meinem Kopf mit einer so guten Idee um die Ecke, wofür ich aber ungefähr 1/3 (wenn nicht sogar noch mehr) von dem was ich bis jetzt geschrieben habe in die Tonne drücken müsste. Trotzdem gefällt mir die Idee sehr gut und ich bin sehr am Überlegen ob ich sie umsetze. Um mir aber nicht jetzt alles kaputt zu machen, habe ich beschlossen, meine Geschichte zunächst so weiter zu schreiben wie sie jetzt ist. Sie hat schon einen kleinen Teil der oben genannten Idee in sich.
Jedoch habe ich mir einen Plan gemacht wie ich nach dem Camp mit der Story weiter verfahren werde. Die nächsten 2 Wochen habe ich einen Ferienjob und bin somit die Hälfte des Tages nicht zu Hause, was nicht so schlimm wäre, wenn ich nächste Woche nicht Spätschicht hätte (14-22 Uhr) und es ist momentan so unglaublich warm. Deswegen habe ich heute nochmal so vorgelegt, vielleicht kommen gleich noch ein paar Worte dazu, weil ich genau weiß, dass ich nächste Woche wahrscheinlich nicht viel zum Schreiben kommen werde. Außerdem ist mir aufgefallen, dass meine Story mit den 50k nicht zu Ende sein wird, zumindest nicht so wie sie jetzt ist. Sobald ich sie umgestrickt habe, wird sie wahrscheinlich irgendwo in dem Bereich zwischen 50-70k landen und ich werde zufrieden damit sein (nachdem ich sie nochmal überabeitet habe und nochmal und nochmal und so weiter).
Aber zurück zu meinem Plan. Mein Plan sieht folgendermaßen aus:

1. Story beenden
Ein großes Ende soll unter dem Dokument stehen, damit ich mir selbst sagen kann, dass diese Story zunächst fertig ist.

2. Die Story ignorieren
Ich werde das Dokument 2 Wochen ignorieren. Egal was kommt, ich werde das Dokument nicht öffnen und auch nichts daran ändern. Wenn die Charaktere mit mir reden wollen, schreibe ich auf was sie zu sagen haben, aber das Manuskript wird ignoriert. Liegenlassen empfinde ich als sehr wichtig. Nach so einer intensiven Zeit, sollte man kurz Abstand nehmen. Gibt ja genug Wettbewerbe an denen ich teilnehmen möchte.

3. Manuskript ausdrucken und lesen
Danach lese ich mir dann noch einmal durch was ich fabriziert habe, ich werde die Hände über meinem Kopf zusammenschlagen und mich für Sätze hassen, aber ich hoffe, dass ich vielleicht 1-2 Sätze finden werde, die mich berühren und die auch später die Leser berühren werden.

4. Zerstören!
Mit Zerstören meine ich, alles in Schnipsel aufteilen, mir die wichtigstens Szenen aus den ersten 100 Seiten raussuchen, die in den anderen Teil mit eingebaut werden. Alles raustreichen was nicht wichtig ist und gucken mit wie viel Material ich dann noch dastehe.

5. Zusammenflicken.
Dann bau ich alles so wieder zusammen, dass es in die allgemeine Idee passt und für mich schlüssig erscheint.

6. Noch einmal lesen.
Wenn ich gut bin, schaff ich diesen Schritt zu meinem Geburtstag. Bei diesem Lesen werde ich mich hauptsächlich darauf konzentrieren ob mir die Form wie ich es dann zusammengebastelt habe wirklich noch gefällt oder ob es totaler Mumpitz ist. Natürlich hoffe ich, dass ich die Idee mag und alles gut wird.

7. Wiederhole Punkt 3-6
Punkte 3-6 werden dann wiederholt, bis ich bereit bin mein Manuskript ein paar Leuten zu geben, von denen ich ausgehe, dass sie bereit sind mir ihre ehrliche Meinung zu geben.

Danach wird wohl noch mal überarbeitet, aber obwohl ich weiß, dass es mehr Arbeit sein wird, als alles was ich bis jetzt getan habe im Camp, freue ich mich drauf. Ich freue mich darauf, weil mir die Geschichte am Herzen liegt. Ich freue mich darauf zu sehen wie sich die Geschichte verändert und sie anderen Leuten zu geben. Ich hoffe, dass ich es schaffe irgendwas in anderen Leuten zu berühren. Auch wenn es komisch klingt, aber ich wünsche mir, dass Leute weinen wenn sie etwas von mir lesen. Sie sollen weinen, weil sie berührt davon sind was da in meiner Story passiert, weil sie von meinen Worten so begeistert sind, dass ihnen keine Worte dafür einfallen. Ich möchte einfach mit einer Geschichte in der Lage sein große Gefühle hervorzurufen.
Ich liebe diese Art des Schreibens. Schnell schreiben, Wörter rausbringen, weil ich merke, dass nicht alles davon Müll ist und in letzter Zeit denke ich immer mehr, dass sich alles in eine richtige Richtung bewegt, in eine bessere Richtung. Deswegen freue ich mich jetzt schon auf dem November, schreiben bei kühleren Temperaturen und endlich wieder Fantasy. Ich freu mich darauf.

Ein Kommentar

  1. Ich bin noch nicht lange im NaNoFieber, aber ich erkenne mich in einem Teil dessen, was Du schreibst, sehr gut wieder.
    Und eigentlich wollte ich auch nur kurz sagen: Ja, ich weiß genau, was Du meinst, wenn Du sagst, Du freust Dich jetzt schon auf den November! 😉

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