Write or Die

Ich bin stolz auf mich weil ich gestern die 25k geknackt habe und somit 50% erreicht habe. So weit bin ich noch nie so schnell gekommen.Ich weiß, dass danach sehr viel Arbeit auf mich zu kommen wird, da ich momentan die Wörter einfach fließen lasse und ich beim Schreiben zwar merke wie komisch sich die Sätze anhören, ich mir aber nicht erlaube diese sofort zu verbessern.

Schließlich geht es ja darum, viel in kurzer Zeit zu schaffen. nano statsHier an der Seite könnt ihr einmal meine Camp Statistik sehen. Ich mag es wie meine Wortzahl über der Linie ist. Ich hatte mich 2009 zum ersten Mal am NaNoWriMo versucht und da habe ich nicht einmal den Anfang geschafft. Doch dieses Mal ist alles anders, so wie es aussieht, werde ich die angezielte Wortzahl schaffen und noch mehr schreiben müssen, da die Geschichte nun noch ein paar Extra-Sachen dazu bekommen hat. Ich mag es wie sie durch dieses kontinuierliche Schreiben auch selbst weiterentwickelt. Als ich vorgestern schrieb, merkte ich, dass ich plötzlich doch eine Liebesgeschichte drin habe. Ich hatte schon mal kurz darüber nachgedacht gehabt, aber die Idee dann verworfen. Tja, meine Protas wohl nicht.

Ich schaffe es mich jeden Tag für mindestens eine halbe Stunde hinzusetzen und meine Wörter zu schreiben. Was mich dabei wahrscheinlich sehr antreibt ist ein kleines Programm namens „Write or Die„. Ich habe zunächste die Web-App ausprobiert und mir dann die Desktop-App geholt. Bei Write or Die geht es darum sich nicht ablenken zu lassen, wenn man gerade beim Schreiben ist. Wie der Name schon verrät, gibt es dort quasi „Bestrafungen“ fürs Nicht-Schreiben. Man stellt sich vorher die Wortzahl oder Zeit ein, die man schreiben möchte (für NaNoWriMo im November könnte man also das Tagespensum von 1667 Wörtern angeben). Ich musste etwas rumprobieren, bis ich es so eingstellt hatte wie es für mich geht. Anstatt nur eins von beiden ernst zu nehmen, stelle ich beides ein. An Tagen wo ich etwas mehr Zeit und Energie habe, stelle ich mir momentan 2500 Wörter für 60 Minuten ein, an anderen Tagen die Hälfte.  UntitledWas passiert dann?
Ich hab dafür mal einen Screenshot davon gemacht wie die Desktop App aussieht. Wie ihr seht, kann man verschiedene Modi wählen. Ich schreibe in Normal, was da passiert wenn man aufhört zu schreiben, ist folgendes: das Textfeld färbt sich von einem leichten rosa zu einem dunklen rot, wenn man dann immer noch nicht wieder anfängt zu schreiben, dann wird ein nerviger Ton gespielt. Mal fängt das Programm an „Peanut Butter Jelly Time“ zu singen, ein anderes Mal hört man das Schreien eines Kindes. Bei Kamikaze ist es so, dass eure Wörter rückwärts wieder „aufgegessen“ werden, wenn ihr den roten Screen ignoriert. Das solltet ihr euch also überlegen.
Wenn man also alle Einstellungen so eingerichtet hat, wie man sie haben möchte, kann man auf den „Write“-Button drücken. Dann erscheint das Dokument, was auch auf dem Screenshot zu sehen ist. Ihr habt oben zwei Leisten in denen Zeit und Wörter als Balken laufen. Dann ganz viel Platz zum Schreiben (Schriftart und Größe kann ebenfalls vorher eingestellt werden) und unten links läuft die Zeit runter, während unten rechts die Wörter hochzählen.

Mir hilft dieses Programm ungemein mich darauf zu konzentrieren für eine bestimmte Zeit nur zu schreiben. Ich setze mich dann hin, stelle meine Wortzahl ein und schreibe für diese Zeit. Danach bin ich immer etwas ausgelaugt, aber auch stolz auf mich. Nicht alles was ich während dieser Write or Die-Sessions schreibe ich Gold, wahrscheinlich nur 40%, wenn überhaupt. ABER: was es mir bringt ist, dass ich mit meiner Story voran komme, dass ich weiß was als nächstes passieren wird und vielleicht einfach mal die Story aus der Hand gebe und den Protas überlasse. So oder so, ist es danach noch viel Arbeit.
Ich habe immer einen Zettel neben mir liegen auf dem ich mir Notizen mache, wenn ich schon während des Schreibens weiß, dass ich etwas weiter ausführen will oder mir selbst etwas unklar ist. Dieses Programm wird nicht für jeden etwas sein, aber ich würde jedem der schreibt, empfehlen zumindest einmal die Web-App auszuprobieren. Nette Feature bei der Desktop App sind übrigens die Statisken und der „Multiplayer“-Modus. Man kann seine Statisken sammeln und sehen wie viele Wörter man insgesamt geschrieben hat, wie viele man pro Minute schreibt etc.
Im Multiplayer-Modus kann man mit anderen Leuten, die das Programm ebenfalls besitzen, in einen Wettkampf treten. Man einigt sich auf eine Wortzahl und Zeit und versucht dann schneller als der andere zu sein. Dieses Feature habe ich bis jetzt noch nicht ausprobiert, aber ich stelle es mir als ganz lustig vor.

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