Rückblick 2016

Etwas verspätet, aber dennoch im Zeitrahmen kommt hier nochmal mein ausführlicher Jahresrückblick 2016! In den nächsten Tagen folgen dann auch meine Ziele für 2017.

Ziele erreicht?
plotten/schreiben/bearbeiten
gelernt
was hätte ich besser machen können?
Fazit

 

Ziele erreicht?
650k Wörter schreiben
Dieses Ziel hatte ich ja schon im Laufe des Jahres auf 350k runtergesetzt. Es gab zu viele Dinge, die ich einfach nicht hatte einplanen können, dass ich das Ziel nicht geschafft habe.

10 Wettbewerbe
Die genaue Zahl weiß ich gerade gar nicht. Ich hab versucht es nachzuvollziehen und ich glaube, ich komme bei 5-6 Wettbewerben raus, zu denen ich etwas geschickt habe.

5 Rohfassungen
Die Ziele waren alle gesetzt, als ich noch dachte, viel Zeit zu haben und das merkt man auch. Ich habe nicht damit gerechnet, plötzlich umziehen zu müssen und eine Ausbildung zu haben, die doch ein bisschen mehr von mir fordert, als zunächst angenommen. Trotzdem habe ich es geschafft 3 Rohfassungen zu Ende zu bringen.

4 Bearbeitungen
Hier bin ich sogar ein bisschen näher dran, als bei den Rohfassungen. Ich habe 3 Bearbeitungen geschafft. Zwei zu Beginn des Jahres, eine in der Mitte des Jahres. Damit bin ich eigentlich ganz zufrieden, gerade weil ich eigentlich keine Zahl hatte festlegen wollen und dafür sind dann 3 Bearbeitungen doch schon ziemlich gut. Außerdem habe ich auch ein paar Kurzgeschichten bearbeitet und Sternschnuppe angefangen. Es ist also da kaum Stillstand gewesen.

Exposés schreiben & Zeugs rausschicken
Das habe ich gemacht und es wurde mit einem Agentur-Vertrag und dem Verlagsvertrag für Knutschi 2 belohnt. Außerdem habe ich durch die Exposés, die ich der Agentur geschickt habe, mit ihnen eine grobe Richtung bestimmen können. Zu Wettbewerben habe ich ebenfalls Sachen geschickt und teils auch große Projekte. Hier bin ich also eigentlich ganz zufrieden mit mir, wobei es mich wirklich ärgert, dass ich keine Auflistung habe.

 

geplottet/geschrieben/bearbeitet

Dieses Mal fasse ich diese drei Punkte zusammen, weil ich es eh nicht genau nachvollziehen kann. Wie eben schon geschrieben, habe ich es vermasselt meinen Spreadsheet zu führen, wofür ich mich wirklich in den Hintern beißen könnte. Von daher muss ich einfach ein bisschen zusammenfassen.

In diesem Jahr habe ich auf jeden Fall mehr geplant als das Jahr davor, obwohl es weniger Projekte waren etc., war eigentlich jedes von ihnen vorher geplant worden. Es begann schon mit „Aus einem Guss“, das ich letztes Jahr geschrieben, aber vollkommen vorgeplant habe und ging dann weiter mit „Knutschi 2“ und jetzt zum Ende „Sternschnuppe“, aber auch „Elsternmädchen“. Diese Projekte sind alle zumindest grob, wenn nicht sogar fein geplant worden. Ich bin mir nicht sicher, ob es mir deswegen leichter oder schwerer fiel, Dinge zu schreiben. Ich habe auf jeden Fall gemerkt, dass es mir hilft, vorher zumindest im Groben eine Art Exposé zu schreiben und mir ein paar mehr Anhaltspunkte als früher zu überlegen. Das hilft mir die Geschichte immer weiterzuführen, aber z.B. bei Sternschnuppe habe ich schnell gemerkt, dass die vorgeplanten Tage während des Schreibens nicht wirklich organisch wirkten und änderte ein paar Abläufe. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich auch Subplots aufschreiben sollte, selbst wenn ich nur ein grobes Exposé schreibe, weil ich sie sonst vergesse oder gar nicht einbaue. Ich hab sie zwar im Hinterkopf und manchmal kommen sie raus, aber dann fehlen sie in ein paar Szenen etc., da muss ich mir einfach ein paar Stützen aufbauen, weil ich auch zu viel anderes im Kopf habe.

Beim Schreiben ist das dieses Jahr so eine Sache gewesen. Ich habe mir gerade in den letzten zwei Monaten bewiesen, dass ich es trotzdem kann. Teils habe ich mich hingesetzt und mal eben 2-5k rausgehauen, obwohl ich eine Woche vorher gar nichts geschrieben habe. Es war nur sehr unregelmäßig und ich konnte mich oft nicht aufraffen, was mich geärgert hat, weil ich weiß, dass ich nur 15-30min mich hinsetzen müsste und ich hätte einen guten Tagessatz, aber anstatt etwas zu machen oder zu ändern, habe ich mich mehrere Monate einfach nur geärgert. Na klar, ich hatte auch viel anderes um die Ohren, an das ich mich gewöhnen musste etc., aber im Endeffekt hätte ich auch einfach das einplanen können. Für nächstes Jahr habe ich mir ein (hoffentlich) besseres System dafür ausgedacht und werde gucken, dass ich das durchziehe. Ich habe einfach auch oft gemerkt, dass es mir gefehlt hat, aber ich muss eben auch akzeptieren, wenn es an manchen Tagen nicht geht und das okay ist. Gerade die letzten Tage habe ich nochmal viel über Pläne von anderen gelesen und wie sie das machen etc. und danach auch meinen eigenen Plan angepasst bzw. verfeinert, deswegen hoffe ich, dass es nächstes Jahr wieder besser läuft und werde dafür auch etwas tun.

Mittlerweile habe ich glaube ich meinen Bearbeitungsstil gefunden. Ich habe nochmal ein paar kleine Änderungen probiert dieses Jahr, die ich auch übernommen habe und habe jetzt das Gefühl, meinen Rhythmus dafür gefunden zu haben. Es ist trotzdem manchmal nervig und ich will jammern, aber es ist effizient und bringt etwas, deswegen werde ich das auch erst einmal so beibehalten.

Was mir dieses Jahr aber auch gezeigt hat, ist, dass ich es momentan nicht schaffe, meinen 3-Projekte-Plan weiterhin so durchzuziehen, wie ich es gewohnt bin. Ich kann mich nicht solange nur auf ein Projekt konzentrieren, aber ich schaffe es momentan auch nicht drei Projekte in meinem Kopf zu haben, deswegen habe ich es für mich jetzt so umgestellt, dass ich zwar trotzdem 3 Projekte habe, aber ein Hauptprojekt, in dem meine meiste Energie ist und die anderen sind Nebenprojekte, an denen ich arbeiten kann, wenn es geht oder ich noch Zeit/Energie habe. Es war schwer für mich, das einzusehen, aber mit allem, worum ich mich sonst noch kümmern muss, gerade in der Schule und im Kindergarten, war das einfach die richtige Entscheidung.

 

gelernt

Einiges habe ich ja schon oben immer wieder angeschnitten. An Theorie habe ich dieses Jahr ein bisschen was aufgenommen, ein paar Ratgeber habe ich trotzallem geschafft zu lesen und generell habe ich schon das Gefühl, dass ich mich weiterentwickelt habe, was dazu gelernt habe, gerade was auch meine eigenen Geschichten angeht, aber ich kann nicht genau sagen, woran das liegt bzw. was genau es war. Also auf spezifische Dinge kann ich gerade nicht eingehen, aber ich weiß, dass mir die Arbeit mit meinen Projekten was gebracht hat und auch die Zusammenarbeit mit der Agentur.

Ansonsten habe ich dieses Jahr ein paar Sachen über mich gelernt und wie ich mit unerwarteten Änderungen umgehe. Es war kein leichtes Jahr für mich, aber wenn ich jetzt zurück gucke, dann merke ich schon, dass ich trotzallem eine Menge geschafft habe und bin darüber froh, dass ich all das, was ich dieses Jahr gelernt habe, im nächsten Jahr auch anwenden kann. Gerade, was Zeit und Energiemanagement angeht und auch nicht so hart mit mir zu sein, weil ich etwas nicht geschafft habe oder keine Kraft mehr dafür hatte.

Dieses Jahr hat mir lauter Kleinigkeiten beigebracht, die ich hoffentlich im nächsten Jahr anwenden und nutzen kann. Ich möchte mit einem guten Gefühl ins nächste Jahr starten und denke, dass ich mittlerweile um einiges besser vorbereitet bin.

 

Was hätte ich besser machen können?

Ich lese gerade nebenbei auch den Rückblick zu 2015, um den Aufbau zu haben und es ist lustig, dass ich dort auch geschrieben habe „weniger jammern“, weil ich dachte, mehr schaffen zu können und dabei habe ich letztes Jahr locker das Dreifache von diesem Jahr geschafft, deswegen möchte ich „weniger jammern“ dieses Jahr nicht mit aufschreiben. Wahrscheinlich gehört es darauf, aber ich habe das Gefühl, dass mich das Jammern dieses Jahr weitergebracht, natürlich hat es auch Zeit geraubt, aber ich weiß jetzt, was ich besser machen kann und ich weiß jetzt, dass ich sowieso immer jammer, egal, ob ich viel schaffe oder wenig, es gehört wahrscheinlich irgendwie dazu. Meistens ist es auch nicht wirklich „jammern“, sondern eher Zweifel haben, sich selbst im Weg stehen und sein Ziel aus den Augen verloren zu haben bzw. zu steif darauf fokussiert zu sein.

Spreadsheet führen

Es nervt mich wirklich sehr, dass ich mir durch meine Stimmungen meinen Spreadsheet versaut habe. Ich habe zwar die Zahlen, durch unser Google-Doc, aber ich weiß teils nicht, woher sie kommen oder woran ich da überhaupt geschrieben habe und das ärgert mich, deswegen will ich das nächstes Jahr auf jeden Fall wieder besser auf die Reihe bekommen. Ich habe meinen Spreadsheet dieses Mal anders angepasst und mehr auf meine Bedürfnisse zugeschnitten, sodass es nicht passieren sollte, dass ich so schnell davon demotiviert werde, wie es in diesem Jahr geschehen ist. Ich hatte einfach manchmal das Gefühl, dass es sogar zu schwer ist, das Dokument aufzumachen und eine Zahl einzutragen, selbst wenn ich geschrieben habe. Ich konnte mich einfach überhaupt nicht mehr über irgendeinen Fortschritt freuen, daher auch …

 

Fazit

Wow, ich dachte eigentlich dieses Jahr würde mein Rückblick etwas kürzer, schließlich habe ich kaum Aufzeichnungen und ich habe auch nicht wirklich so viel gemacht, vielleicht habe ich bisschen viel rumgelabert, aber das tue ich ja eh immer. So, 2016, hm. Es war ein Jahr.

2016 war für mich in vielerlei Hinsicht sehr schwer, das habt ihr alle mitbekommen. Mein plötzlicher Umzug im Februar/März, dann der Beginn der Ausbildung im August. Es gab vieles, was mich immer wieder durcheinander geworfen hat und mir Energie für alles andere geklaut hat. Mittlerweile glaube ich das alles ganz gut einschätzen zu können. Ich weiß jetzt, wie viel Energie ich für Schule und Kindergarten brauche, genauso, dass ich an manchen Tagen mehr dafür brauche. Es gibt immer noch Dinge, die mich belasten und an denen ich arbeiten muss, aber generell geht es gerade wieder bergauf und ich arbeite daran, alles unter einen Hut zu bekommen und glaube, dabei auf einem guten Weg zu sein. Unter anderem auch dank eurer Hilfe. Ohne euch wäre dieses Jahr nicht wirklich viel gegangen, aber es hat geholfen, mit euch sprechen zu können oder auch mal einen drauf zu bekommen 😉

Trotzdem war 2016 nicht alles schlecht und darauf will ich mich in diesem Fazit konzentrieren, denn 2016 ist das Jahr, in dem ich meinem Traum „Autor sein“ mit großen Schritten entgegen gelaufen bin. Im April erschien Knutschi 1, im Oktober Knutschi 2. ZWEI BÜCHER sind dieses Jahr von mir erschienen. Das ist doch allein schon Grund genug 2016 nicht ganz so doof zu finden, wie ich es bis kurz vor Ende getan habe. Außerdem habe ich im April auch meinen Agenturvertrag unterschrieben und obwohl bis jetzt noch nichts unter Dach und Fach ist, hat es mir schon eine Menge gebracht. Es bewegt sich etwas und das darf ich nicht vergessen. Obwohl ich 2016 privat immer wieder auf die Schnauze gefallen bin, hat sich schreibtechnisch so viel getan und obwohl ich viele meiner Ziele nicht erreicht habe, habe ich doch soooo unglaublich viel geschafft. Trotz wenig Energie und unregelmäßigen Schreiben habe ich drei Bücher beendet, drei Projekte bearbeitet und einfach nicht aufgegeben, obwohl ich das so oft im Kopf hatte. Immer wieder habe ich mir überlegt, dass es das alles nicht wert sein kann. Es kann nicht sein, dass ich so viel Energie und Zweifel und Hoffnungen in etwas stecke, von dem ich weiß, dass es noch so viel mehr von mir abverlangen wird, aber seit ein paar Wochen klebt ein Zettel an meinem Schreibtisch, auf dem steht „I didn’t come this far, to only come this far.“ und genau das rufe ich mir immer wieder ins Gedächnis. Ich habe die letzten Jahre nicht so hart an etwas gearbeitet, um jetzt, wo es ein bisschen schwierig wird, alles hinzuschmeißen. Ich muss meine Pläne ändern, meine Herangehensweise und nicht aufgeben.

2016 hat versucht mich dazu zu bringen, das Schreiben aufzugeben, keinen Spaß mehr daran zu haben und nur die schlechten Dinge zu sehen, obwohl es so viel Gutes gab.

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