Jahresrückblick 2017

Auch dieses Jahr gibt es wieder einen Jahresrückblick von mir. Ich weiß, ich habe den Blog in letzter Zeit sehr vernachlässigt, aber neben wenig Zeit wusste ich auch oft nicht, worüber ich schreiben möchte. Darüber habe ich mir für die Zukunft aber ein paar Gedanken gemacht, die ich euch demnächst vorstellen werde. Hier aber erst mal mein Jahr 2017:

Ziele erreicht?

A-Ziele
350k schreiben

Nicht geschafft. Ich stehe momentan bei 295k und will wenigstens noch die 300k schaffen. Teils war es dieses Jahr Faulheit, aber oftmals hatte ich neben der Schule auch einfach keine Energie mehr dafür übrig, mich ans Schreiben zu setzen. Generell wäre es aber wahrscheinlich schaffbar gewesen.

B-Ziele
3 Rohfassungen
Das habe ich geschafft. Zu Beginn des Jahres habe ich die letzten Wörter zur Rohfassung von Sternschnuppe geschrieben. Danach kam „Weiße Federn, schwarzes Herz“, was nur ein kurzes Projekt war, aber bei dem ich die Rohfassung beendet habe. Die Neufassung von „Tanz mit mir“ habe ich dieses Jahr geschrieben und den ersten Band von TTU.

3 Bearbeitungen
Die habe ich nicht geschafft, was vor allem auch daran lag, dass ich oft „nur“ die Leseproben bearbeitet habe oder ähnliches. Aber 2 Überarbeitungen habe ich trotzdem geschafft.

5 Wettbewerbsteilnahmen
Auch das habe ich geschafft. Es gab dieses Jahr leider auch ein paar, die ich verpasst habe, aber allgemein habe ich wieder bei welchen mitgemacht.
Generell habe ich dieses Jahr irgendwie nicht so den Kopf für kürzere Geschichten gehabt, auch wenn ich zwischendurch Ideen hatte. Mal sehen, wie es nächstes Jahr wird.

C-Ziele
Monatsziele schaffen
Bis Juli lief das ziemlich gut, bis ich dann im August irgendwie weggebrochen bin und danach auch nicht mehr wirklich aufn Damm gekommen bin, außer beim NaNo. Ich muss da mal überdenken, woran das wirklich lag und wie ich dem im nächsten Jahr vorbeugen kann. Es ist wohl einfach so, dass ich am Ende des Jahres immer bisschen weniger mache, das will ich in meine Planung für nächstes Jahr einbeziehen und dann gucken, ob es nächstes Jahr besser läuft.

Spreadsheet führen
Habe ich getan! Obwohl es mich manchmal ein bisschen frustriert hat, weil viele leere Tage dabei waren, aber generell finde ich es immer noch die beste Methode, um eben auch einen Überblick zu behalten und freue mich, dass es dieses Jahr wieder besser geklappt hat, als im letzten.

4 Tage die Woche schreiben/bearbeiten/etc.
Siehe oben. Am Anfang hat das sehr gut geklappt, bis dann gar nichts mehr geklappt hat. Ich will das auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder besser durchführen und auch mehr drauf achten, weil es mir hilft einen Rhythmus zu behalten und trotzdem genug Energie/Zeit für alles andere zu haben.

geplottet/geschrieben/bearbeitet/gelernt – (dieses Mal zusammengefasst)
Das lief dieses Jahr auf jeden Fall sehr viel balancierter als jemals zuvor. Ich habe neben dem Schreiben wirklich viel geplant, aber auch bearbeitet. Teils waren es zwar immer Schübe, aber im Durchschnitt komme ich überall auf ungefähr dieselbe Arbeitszeit, was schon mal ein guter Anfang ist.
Generell habe ich dieses Jahr gemerkt, dass es mir leichter fällt, Dinge zu schreiben, die vorher geplant sind. Ich kann immer noch improvisieren und mir irgendwas on the fly ausdenken, aber ich merke einfach, dass ich mich wohler/sicherer fühle, wenn ich vorher einen ungefähren Plan habe. Gerade bei „Tanz mit mir“ hatte ich durch den neuen Plot und die Kapitelübersicht vorher schon sehr viel geplant und wusste ungefähr, was dabei rumkommen würde und das hat mir sehr geholfen. Ebenso bei „TTU“, während ich bei „Weiße Federn, schwarzes Herz“ gemerkt habe, dass mir die ausgiebige Planung gefehlt hat.
Das Bearbeiten war dieses Jahr sowohl schwerer, als auch leichter. Ich konnte besser überarbeiten und habe meine Fehler schneller gesehen, aber genau das machte es eben auch schwerer, weil ich dann „mehr“ bearbeiten musste, über das ich früher vielleicht mal hinweg gesehen habe.
Ich denke, dass ich grundlegend vorangekommen bin und einiges gemerkt habe, was ich in den letzten Jahren noch nicht erkannt habe und was ich für das nächste Jahr mitnehmen kann.
Was dieses Jahr eindeutig zu kurz gekommen ist, war die Weiterbildung im Bereich des Schreibens. Klar habe ich immer noch Artikel etc. gelesen und auch wieder mehr Writing Excuses gehört, aber insgesamt war es mir einfach zu wenig und ich werde gucken, wie ich das im Laufe des nächsten Jahres wieder heben kann.

Was hätte ich besser machen können?
Es gibt durchaus ein paar Dinge, die ich hätte besser machen können, die besser hätten laufen können, aber im Nachhinein denke ich, dass es auch ganz klar war, dass sie nicht funktioniert haben. Diese Erkenntnisse nehme ich mit ins nächste Jahr, um dort einen besseren Plan zu haben.
Ich bin froh, dass ich alles, was ich letztes Jahr besser machen wollte, dieses Jahr wirklich besser gemacht habe, was ich schon mal als Fortschritt ansehe.
Für nächstes Jahr möchte ich mir vornehmen, wieder konzentrierter zu werden. Ich habe gemerkt, dass ich oft länger an etwas sitze, weil ich es nicht komplett durchziehe, sondern alle paar Minuten eine kurze Pause mache und dann erst mal wieder in die Aufgabe reinkommen muss. Das will ich nächstes Jahr wieder verbessern und habe mir dafür auch schon ein paar Methoden überlegt.
Außerdem möchte ich auch wieder öfter online sein und was mit euch machen, das kam dieses Jahr auch viel zu kurz.
Ansonsten habe ich meinen Blog ziemlich vernachlässigt, was nicht hätte sein müssen und was ich nächstes Jahr auch wieder besser machen will. Es soll wieder mehr „Gutes“ kommen, was nicht nur Selbstbeschauung ist und ich habe auch schon einen ungefähren Plan dafür.

Fazit
Ich weiß auch nicht. 2017 war irgendwie komisch. Es war nicht richtig beschissen, aber es auch nicht super geil. Ich habe jetzt lange gegrübelt, was ich in dieses Fazit schreiben soll, aber ich weiß es einfach nicht. Ich bin nicht zufrieden mit mir, obwohl mir mehrfach gesagt wurde, dass ich Dinge erreicht habe und vorangekommen bin, aber irgendwie fühle ich das überhaupt nicht. Ich habe das Gefühl, nicht nur auf der Stelle zu stehen, sondern sogar zurückzugehen. Meine Texte fühlen sich komisch an, meine Ideen hölzern und ich weiß teils einfach nicht, was ich machen soll. Bis ich mich hinsetze und einfach schreibe. Dann geht es für den Moment wieder, aber danach werde ich überfallen von Zweifeln und Ängsten und keine Ahnung, was noch alles.
Während ich einiges dieses Jahr gelernt habe und erkannt habe, habe ich trotzdem das Gefühl, in vielen Belangen machtlos zu sein. Ich probiere Methode nach Methode, um etwas zu ändern, aber am Ende bleibt es doch genau gleich. Vielleicht habe ich jetzt die richtige Methode für nächstes Jahr gefunden und schaffe es da besser, aber gleichzeitig bleiben da auch so viele Fragen.
Ich weiß, dass ich trotzallem immer noch mehr geschafft habe, als viele andere und ich weiß, dass ich teils wirklich an meinen Grenzen war, also nicht viel mehr hätte machen können. Die letzten Monate waren auch stressig, weil ich viel für die Schule machen musste, aber wenn ich dann gucke, dass ich trotzdem den NaNo geschafft habe, frage ich mich, warum das in den anderen Monaten nicht klappt (nicht die 50k, aber generell das Monatsziel zu erreichen)? Diese Frage treibt mich seit einigen Tagen rum, weil ich das Ergebnis in meine Jahresplanung nehmen muss, ansonsten wird das nächste Jahr genauso enden. Vielleicht habe ich jetzt eine Lösung gefunden, mal sehen.
Ich würde mich gerne auch auf das Positive, was passiert ist beziehen, aber das kann ich nicht so recht. Ja, es sind sicher auch ein paar Dinge passiert, die positiv waren, aber irgendwie fühlen sie sich für mich nicht so an.
Das soll jetzt auch nicht super deprimiert klingen, weil es das eigentlich gar nicht ist, aber ich kann eben auch nicht so wirklich viel anderes sagen.
Ich werde den Rest des Jahres jetzt noch so gut ich kann dafür nutzen, um das nächste Jahr besser zu planen, ein paar Organisatorische Dinge zu erledigen und wenigstens eine Kurzgeschichte zu schreiben. Nächstes Jahr werde ich dann sehen, ob die neue Planung was gebracht hat.

2 Kommentare

  1. Fast 300K und 3 Rohfassungen geschrieben – meine Hochachtung! Wenn ich alles, aber auch alles zusammenrechne, komme ich vermutlich auf etwas über 100K, aber es ist fragmentiert und vieles unbeendet. Aber mein Primärziel war dieses Jahr regelmäßig (mindestens 3x die Woche) zu schreiben und wenigstens das habe ich geschafft.

    Wir können beide auf uns stolz sein. 😉 Auch wenn ich wie du das Gefühl kenne, auf der Stelle zu treten, weil mein Prozess (noch) nicht funktioniert, so wie ich es mir wünsche.

    1. Hallo Ulrike,
      vielen Dank für deinen Kommentar!
      Das ist doch super, dass du dein primäres Ziel geschafft hast. Gerade die richtige Regelmäßigkeit für sich selbst zu finden, kann sich ja oft als sehr schwierig gestalten und daher ist es umso besser, dass du das für dich geschafft hast 🙂

      Ich glaube jeder kennt das Gefühl mal auf der Stelle zu treten, wichtig ist, dann trotzdem nicht aufzugeben!

      Frohes neues Jahr,
      Bianca

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