[Ausprobiert] Team5AM

Schreiben – morgens vor allen anderen Tätigkeiten! Selbst wenn man dafür früher aufstehen muss. Warum nicht abends, nach der Arbeit und den Tagespflichten, nach einem guten Essen, mit einem Glas Rotwein? Wenn die Nacht kommt und der Lärm nachlässt?
Weil der Kopf voll ist mit all dem Zeug, das man in den letzten 12 Stunden erlebt hat, voll mit dieser Mischung aus Freude und Ärger, Erfolg und Misserfolg. Weil der Kopf schon dabei ist, das alles zu ordnen und zu verarbeiten oder zu verdrängen.

Quelle dieses Auszugs ist ein Blogartikel, den ich vor Monaten schon gelesen habe. Damals habe ich durch Zufall bei einigen Autoren den Hashtag „#Team5AM“ gelesen und mich gefragt, was dahinter steckt. Im Prinzip geht es darum ca. 1 Stunde (manche stehen auch 2 Stunden früher auf) vor seinen anderen Verpflichtungen aufzustehen und diese Zeit für das Schreiben und die Schreibarbeit zu reservieren. Dadurch, dass man dies direkt am Morgen macht, ist der Kopf leerer und man kann sich besser konzentrieren. So die Theorie zumindest. Wer kennt es denn nicht? Man kommt Nachmittags/Abends nach Hause und will sich eigentlich noch an sein Manuskript setzen, aber irgendwie ist man auch kaputt und man hat ja auf der Arbeit so viel gemacht. Man gerät schnell in eine Spirale, die im Endeffekt dafür sorgt, dass man dann doch nichts an seinen Projekten macht.

So ging es mir in den letzten Monaten des Vorjahres sehr oft. Ich musste viel für meine Ausbildung machen, wollte hier noch etwas schaffen, da noch etwas reißen und nebenbei das Schreiben wuppen, nur kam das im Endeffekt dann immer zu kurz. Mir fehlte es an Energie und ich überlegte, wie ich da ansetzen kann. Da kam mir der oben genannte Artikel wieder in den Sinn. Mein Tag beginnt meistens um 6:35 Uhr, da könnte ich doch durchaus eine Stunde früher aufstehen und diese dann zum Schreiben nutzen. Das nahm ich mir dann auch für den Januar vor.

Ich sag es direkt: Für mich persönlich hat es nicht funktioniert. Grundlegend ja. Ich bin früher aufgestanden und habe dann auch geschrieben und mein Pensum erledigt, nur war ich den Rest des Tages zu nichts zu gebrauchen. Die meiste Zeit war ich schlapp und konnte dann auch nicht wirklich andere Aufgaben noch erledigen, weswegen ich das Projekt abbrach. Generell konnte ich aber sehen, dass es durchaus klappt, nur ist mir persönlich das Ganze zu früh. Jedoch gibt es jetzt eine Änderung in meinem Stundenplan, sodass ich 3x die Woche erst um halb zehn in der Schule sein muss. Diese Fügung werde ich ausnutzen, um im Februar das Ganze erneut zu versuchen, nur eben, dass ich erst gegen 7:30/8:00 Uhr aufstehe und dann die Zeit bis zum Losfahren fürs Schreiben nutze. Damit hätte ich auch direkt 3 von 4 Tagen für mein Pensum fertig.

Momentan liege ich leider krank im Bett, aber ich werde es auf jeden Fall ausprobieren, wie es mir mit dieser Änderung ergeht und dann auch darüber berichten. Die Idee an sich finde ich eben immer noch sehr spannend und ich kann mir super gut vorstellen, dass es für viele klappt und generell auch hilfreich ist, nur muss ich meine eigene Variante davon finden, damit es für mich funktioniert. Wie bei allen anderen Methoden auch.

 

Wie sieht das bei euch aus? Habt ihr bestimmte Zeiten, zu denen ihr schreibt? Steht ihr früher auf, um morgens noch etwas vor der Arbeit zu schaffen? Oder schaufelt ihr euch am Abend etwas Zeit frei?

Ein Kommentar

  1. Hallo Bianca,

    ich habe das während des letzten NaNoWriMo ausprobiert. Ich hatte dasselbe Problem wie du, dass am Tagesende die Energie fehlte. Da ich nur begrenzt meinen Tagesrhythmus umgestalten kann (Familie), gab ich den Versuch nach einer Woche übermüdet wieder auf.

    Ich habe aber Riesenrespekt vor den Leuten, die das dauerhaft durchhalten.

    Liebe Grüße,
    Ulrike

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.