Die Qual der Wahl

Momentan tue ich mich echt schwer beim Schreiben. Auf mein Camp NaNo Projekt habe ich momentan sehr wenig Lust, deswegen habe ich es nur ein bisschen zerschnippelt und in eine neue Reihenfolge gebracht. Mein Plan ist, dass ich im April 2014 Camp-Rebell bin und es dort anständig überarbeite und es dann auch richtig fertig wird und nicht nur so dahin geschrieben ist und dann etwas ist worauf ich stolz sein kann, aber momentan kann ich der ganzen Story nichts positives abgewinnen und war kurz davor alle Charaktere umzubringen, deshalb musste ich den Schritt gehen und sagen okay, ich schmeiße meinen eigentlich Plan um und überarbeite es später.

Nun möchte ich aber auf gar keinen Fall aufs Schreiben verzichten und dachte mir, ach dann schreib ich halt an einem anderen Projekt weiter. Leichter gesagt als getan. Ich hab insgesamt über 20 Ideen und angefangene Projekte wovon im Laufe der Zeit bestimmt ein paar ineinander verschmelzen werden oder einfach nie beendet werden. Trotzdem finde ich es gut zu wissen, dass ich relativ viele Ideen habe auf die ich zurückgreifen kann. Nun habe ich mich nach den, bis jetzt immer gescheiterten, Versuchen beschlossen wieder einer Schreibgruppe beizutreten. Diese Schreibgruppe wird nur online statt finden und das einmal die Woche. Nach Camp NaNo hatte ich mir eine Auszeit genommen wo ich nur für Wettbewerbe geschrieben habe oder wie es in Realität leider aussah gar nicht geschrieben habe. Dafür habe ich viel gelesen, ist ja auch was gutes. Jedenfalls sollten wir alle unser momentanes Projekt vorstellen und ich hatte keines, weil ich mein Camp-Projekt auf Eis gelegt habe und mich nun nicht entscheiden kann, an welchem Projekt ich arbeiten will.
Also habe ich mich vor meinen Schreibordner gesetzt und meine Sachen durchgeguckt, ein paar Geschichten flogen gleich raus, weil ich wusste, dass sie früher oder später mit etwas anderes verbunden werden. Was mich aber sehr überrascht hat, ich hab nicht einmal eine Sekunde daran gedacht mein längstes Projekt zu nehmen. Mir ist klar geworden, dass dies 2 Gründe hat: Zum einen habe ich dort schon knapp 300 Seiten geschrieben und ich weiß wie viel Arbeit damit noch auf mich zukommt und ich möchte momentan eher in einer anderen Welt schreiben, als die die ich mir da aufgebaut habe. Zum anderen habe ich eine Methode zum Outlinen gefunden, die ich ausprobieren möchte. Normalerweise outline ich nicht so gerne, aber ich habe gemerkt, dass ich bei den Stories bei denen ich eine Outline hatte, viel schneller und viel effizienter geschrieben habe und diese Methode gefällt mir sehr gut.

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Nun habe ich also geguckt wo ich noch nicht allzu weit bin und auch noch nicht zu viel vorgeplant habe um dieses System anwenden zu können. Im Prinzip hat man eine simple 3-Akt-Struktur, die man wiederum in 3 Teile teilt und diese einzelnen 3 Teile haben jeweils 3 Kapitel. So hat man im Endeffekt 27 Kapitel, 9 für jeden Akt. Da ich finde, dass es sich wirklich sehr interessant anhört und ich mir bei ein paar meiner Stories vorstellen kann, dass es ein gutes Konzept ist, habe ich also die Ideen die dafür in Frage kommen ausgewählt. Man kann sich aussuchen ob man jedem Akt gleich viel Wichtigkeit zuweist, also 33% für jeden oder ob man dem 1. und 3. jeweils 25% und dem 2. 50% zuschreibt. Generell hat man ungefähr das Ziel 90k zu schreiben, also pro Block 10k Worte. Das System ist auch relativ offen, wenn man am Anfang ein bisschen weniger braucht, packt man es halt mit in die Mitte. Ich mag aber die Reihenfolge ganz gerne und werde halt mal gucken wie es damit so läuft.
Da sind leider immer noch 8 mögliche Projekte übrig geblieben. Nun habe ich mir bis diesen Sonntag vorgenommen mich entschieden zu haben und dementsprechend vielleicht sogar schon mit der Outline relativ weit zu sein. Mittlerweile habe ich es geschafft es auf 2 Projekte runterzubrechen und hoffe mich zwischen diesen beiden schnell entscheiden zu können. Das eine ist eher dystopisch angesiedelt und das andere in der Dark Fantasy und da ich ja eigentlich gesagt habe ich würde lieber mal wieder Fantasy schreiben, tendiere ich auch mehr dahin. Wobei ich dann wahrscheinlich die andere Idee auch schon grob outlinen werde, da mir die Idee dazu gekommen ist, als ich eine Geschichte für einen Wettbewerb schrieb. Mir schien die Idee aber zu groß für eine Kurzgeschichte und ich wollte mehr draus machen, daher weiß ich grad relativ viel dafür.

Den Beitrag habe ich gestern angefangen und heute weiß ich dann auch schon etwas mehr. Ich habe mich jetzt dazu entschieden, alle bisherigen Ideen für die Dystopie aufzuschreiben, aber dann doch das Dark Fantasy Projekt anständig zu outlinen und es dann nach und nach fertig zu stellen. Ich mag das DF-Projekt wirklich gerne, aber habe es nie weiter angerührt, weil ich wusste, wenn ich es fertigstellen will, muss ich es planen und daher ist es nun der perfekte Zeitpunkt. Mal sehen, jetzt braucht es nur einen besseren Titel, da „If dreams would come true, I would die every day“ und „DF-Projekt“ bisschen doof sind. Mal sehen was mir Tolles einfällt. Ich halt euch auf den Laufenden!

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