#WriteWriteWrite – mal wieder ein Fragebogen

TinkaBeere hat mich bei diesem Fragenbogen getaggt, gerne erfülle ich ihr den Wunsch und beantworte die Fragen. Ich entschuldige mich schon einmal für die Länge.

  • Beantworte alle Fragen und nominiere am Ende einen anderen Blogger zum Beantworten der Fragen.

Seit wann schreibst du?

Ich habe eigentlich schon immer Geschichten erzählt. Wirklich angefangen Geschichten auch aufzuschreiben, habe ich aber erst irgendwann mit 14. Später dann ein paar Fanfiktions und seit letztem Jahr wieder wirklich mit Ambition dahinter.

Hier habe ich schon einmal ausführlich drüber geschrieben: Klick! Für die, die es interessiert.

Hast du Erfahrungen mit Schreibblockaden und deren Bekämpfung?

Ich glaube nicht an Schreibblockaden. Es gibt Blockaden, die dich komplett außer Gefecht setzen, aber die haben meiner Meinung nach nichts mit Schreibblockaden gemeinsam. Wenn man bei einem Werk nicht weiter kommt, gehe ich nicht von einer Schreibblockade aus, sondern von einem Problem mit der Geschichte. Irgendwas passt nicht und mein Unterbewusstsein weiß das. Entweder setze ich mich dann hin und denke intensiv drüber nach was falsch läuft oder ich lenke mich kurz mit einer anderen Geschichte ab (plotten/bearbeiten oder eine Kurzgeschichte für einen Wettbewerb).

„You can’t think yourself out of a writing block; you have to write yourself out of a thinking block.“ – John Roger

Welches besondere Detail glänzt in deinen Geschichten, das ganz besonders ist?

Meiner Meinung nach kann ich ganz gut Gefühlsausbrüche und Streits schreiben. Die Szenen in denen so etwas vorkommt, fallen mir immer besonders leicht und ich ändere meistens auch nicht mehr so viel in der Bearbeitung, vielleicht noch etwas am Satzbau, aber der Grundton bleibt gleich.

Was ist dein absoluter Lieblingscharakter – und warum?

Von meinen eigenen Charakteren? Ich mag eigentlich alle gerne, ein paar ein bisschen lieber. Dazu gehören Cres, Ephragél, Sam und Lomniu, auf der männlichen Seite, einfach weil sie für mich etwas ganz besonderes widerspiegeln und ich z.B. in Sam meinen eigenen Humor wiederfinde. Auf der weiblichen Seite wären da Kuro, Kat, Lex und Alexa, weil ich der Meinung bin, dass sie mir gut gelungen sind und mehr als nur ein „Mädchen“ widerspiegeln.

Was hälst du vom Schreiben bei Fernsehen/Internet/Handy und Co?

Wenn der Fernseher an ist, kann ich nicht schreiben. Wenn da ein Film oder eine Serie läuft, konzentriere ich mich eher auf den Fernseher als auf meine Story. Handy wird meistens auch vom Schreibtisch verbannt, bzw. in meine Schreibtischschublade, falls doch mal wer wichtiges anruft. Ja, das liebe Internet. Meistens hab ich Skype nebenbei auf, aber wenn ich auf beschäftigt stehe, dann schaue ich da auch nicht nach und konzentriere mich auf mein Schreiben. Außerdem höre ich gerne Musik im Internet, deswegen mach ich es auch nicht ausschalten. Mittlerweile kann ich die Ablenkungen des Internets ganz gut ignorieren.

Was macht das Schriftstellersein für dich zu etwas besonderem?

Schreiben ist eine der wenigen Sachen wo ich nicht das Gefühl habe Zeit zu verschwenden, ganz ich selbst sein zu können und etwas Tolles aufzubauen. Ich kann mich austoben und die ganzen Gedanken aus meinen Kopf in andere Welten oder Geschichten verpacken.

Was würdest du niemals nie in deine Geschichte einfügen?

Ich sag nicht gerne „nie“ im Zusammenhang mit Schreiben. Vor ein paar Jahren hätte ich mir nicht vorstellen können, jemals einen Charakter umzubringen und mittlerweile sterben sie am laufenden Band. Momentan könnte ich mir auch nicht vorstellen Horror zu schreiben, obwohl ich dazu Ideen hätte, aber vielleicht sehe ich das irgendwann anders.

(Ich ignoriere einfach mal die Doppel-Verneinung in der Frage)

Was würdest du gerne an deiner Schreibweise ändern?

Ich glaub direkt an meinem Schreibstil würde ich nichts ändern wollen, vielleicht etwas besser Beschreibungen zu schreiben, aber das kann ich auch in den Überarbeitungen verbessern.

Was ist dein größter Wunsch zum Thema Schreibwelt?

Etwas mehr Toleranz, aber gleichzeitig auch mehr Selbstständigkeit. Ich erlebe es in letzter Zeit immer wieder, dass man Leuten etwas erklären muss, was man mit einer einfachen Google-Suche finden kann. Beim ersten Mal schaue ich da noch drüber hinweg, weil ich weiß wie viel Informationen auf einen einprasseln, wenn man versucht sich über die Verlagswelt zu informieren. Wenn ich aber für jede Erklärung, die sich mehrmals an dieselbe Person über dasselbe Thema gerichtet hat 1 Euro bekommen hätte, hätte ich mittlerweile ein gutes Polster auf meinem Sparbuch 😉
Wie gesagt, ich erkläre gerne Leuten, die gerade erst anfangen sich zu informieren, Sachen, die sie nicht verstehen oder die unklar ausgedrückt wurden, aber wenn ich dann irgendwann das Gefühl habe als Google-Ersatz herhalten zu müssen, nervt es einfach.
Mit der Toleranz meine ich vor allem Schreiber untereinander. Mittlerweile musste ich so oft rumdiskutieren über meine Schreib-Geschwindigkeit, meine Arbeitsweise und warum ich z.B. 50k5Days gemacht habe, dass ich das Gefühl habe, es werden nur Leute akzeptiert, die nicht viel schaffen. Das ist nicht überall so, aber auf manchen Seiten bekommt man als Vielschreiber oder jemand der disziplinierter dran ist, immer einen kleinen Schlag. Sätze wie „Du hast bestimmt nur Müll geschrieben“ oder „Ach, dein Wordcount stimmt eh nicht“, habe ich mittlerweile zur Genüge gehört. Besonders schade ist es natürlich wenn man das von Leuten hört, denen man für alle 100 Wörter Motivation zuspricht oder denen man zu ihren Zielen gratuliert. Ich verstehe, dass es für sie ein Erfolg ist, aber oft habe ich das Gefühl, dass es anders herum nicht so ist, wenn ich zum Beispiel traurig bin, weil ich meinen Tagessatz aus irgendeinem Grund nicht geschafft habe, bekommt man immer nur „aber du schreibst doch sonst immer und hast ja schon genug Wörter“, ja, dass stimmt, aber ich fühle mich dann trotzdem schlecht, weil ich mein Ziel nicht geschafft habe und da bringen mir auch meine Wörter, die ich die Tage zuvor geschrieben habe nichts.
Darüber habe ich mich hier und hier schon einmal ausgelassen.

Buchveröffentlichung durch Verlag oder Selfpublishing?

Agentur und dann Verlag. Ich rechne mir einfach höhere Chancen durch Agenturen aus, da ich auch gerne irgendwann in einem Publikumsverlag unterkommen möchte. Dafür muss ich noch hart arbeiten, aber das steht am Ende als eines meiner Ziele.
Selfpublishing ist einfach nicht mein Ding. Ich bin nicht gut darin Werbung zu machen und würde mich da lieber auf Leute verlassen, die Ahnung davon haben. Trotzdem ist es ein legitimer Weg, den viele Autoren ja auch schon erfolgreich beschritten haben.

Wie engagiert siehst du dich als Autor?

Ich gebe mir Mühe und gehe mit Disziplin daran. Außerdem versuche ich immer einigermaßen informiert zu bleiben und lese mir auch einfach mal Berichte über den Buchmarkt durch, dabei habe ich immer ein Auge darauf, wer was verlegt. Viele meinen sowas sollte man noch nicht tun, wenn man noch nicht etabliert ist, ich bin da aber anderer Meinung. Natürlich baue ich nicht jedes meiner Projekte für den Markt um, aber warum sollte ich nicht im Hinterkopf behalten was welcher Verlag gerne einkauft, welche Agentur den Autor dahinter vermittelt hat etc.
Ansonsten schreibe ich jeden Tag, habe mittlerweile ein 3-Projekte-System für mich entwickelt und bin traurig wenn ich einen Tag mal nicht an meinen Projekten arbeiten kann 🙂

Zwischenspiel: Welches Wort aus der Buchwelt kennst du?

Nicht sicher ob ich die Frage richtig verstehe, aber wenn damit die Verlagswelt und der Buchmarkt gemeint sind: sehr viele. Wie gesagt ich hab mich schon über so vieles informiert und könnte hier jetzt ein halbes Lexikon hinschreiben 😉

Was motiviert dich, zu schreiben?

Kurzfassung:
Ich mich selbst, gute Bücher, gute Serien, andere Leute.

Lange Fassung:
Ich mich selbst
– ich will das und ich will was schaffen, was nur passieren wird, wenn ich hart dran arbeite
gute Bücher:
– wenn ich ein gutes Buch lese, dann will ich auch so etwas schaffen
– wenn ich bei einem Buch weine, dann wünsche ich mir, dass irgendwann jemand mein Buch in der Hand hält und ebenfalls weint
– wenn ich bei einem Buch lache, dann wünsche ich mir ebenfalls jemanden zum Lachen zu bringen
gute Serien:
– teilweise haben Serien so gute Plots, da kann man gar nicht anders als inspiriert sein
andere Leute:
– ich liebe Schreibmonate oder Challenges, wo eine Art Schreib-Community entsteht, man wird einfach mitgerissen
– gerade in diesen Monaten setze ich mir meine höchsten Ziele und versuche noch mehr aus mir rauszuholen, als ich es sowieso schon mache

Was waren deine besten Erfahrungen als Schriftsteller/in?

Schreibmonate, wie der NaNo oder das Camp gehören zu meinen besten Erfahrungen, weil ich dort immer viele Leute kennenlerne, die ebenfalls gerne schreiben.
Ansonsten noch ein „Ende“ unter eine Geschichte schreiben zu können oder bei einem Wettbewerbsbeitrag eine positive Nachricht zu erhalten.

Beeinflusst dein Privatleben deine Charaktere?

Natürlich. In jedem meiner Charaktere steckt auch etwas von mir. Eine Abneigung, ein Gefühl, eine Lieblingssache.
Oft kann man es sofort erkennen, wenn man mich kennt, oft auch nicht. Ich denke, dass ist bei ziemlich vielen Autoren so, einfach weil man meistens zuerst an seine eigenen Charaktereigenschaften denkt oder an die von Leuten, die man kennt.

Wenn ich schlecht drauf bin, bekommen meine Charaktere es auch zu spüren, aber meistens kann ich Launen aus meinen Projekten heraushalten.

Wann hast du am wenigsten Zeit, zu schreiben?

Ich nehme mir jeden Tag die Zeit, zumindest bis ich mein Tagesziel habe. Wenn ich weiß, dass ich den ganzen Tag unterwegs bin, versuche ich mein Tagesziel vorm Weggehen zu schreiben oder nehme mein Bearbeitungs-Tagesziel.

Zuletzt: Wen nominierst du und warum?

Zum einen Riyuu, weil sie es wahrscheinlich eh machen wird, wenn sie es sieht und zum anderen Bes, einfach weil es mich interessiert. Ich würde auch noch Vela nominieren, aber Vela hat keinen Blog 🙁

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