[MM][KuGeMo] Und wie schreibt man eine Kurzgeschichte?

KuGeMo Nachdem wir euch eingeladen haben an unserem kleinen Event teilzunehmen, möchten wir euch nicht ganz allein stehen lassen und haben uns ein paar Links und Tipps herausgesucht, die wir gerne mit euch teilen wollen. Deswegen geht es heute vor allem darum, wie man eine Kurzgeschichte aufbauen kann.

Während viele oft glauben, dass eine Kurzgeschichte einfacher zu schreiben ist, als ein Roman, gibt es eben auch die Gegenstimmen, die sich ganz klar fragen: Wie soll ich eine ganze Geschichte auf so wenigen Seiten erzählen? Wie soll ich die Figuren charakterisieren und entscheiden, was unbedingt in die Geschichte muss und was nicht?
Genau diese Entscheidungen fallen einem im Roman oft leichter, weil man eben mehr Platz hat. Deswegen sollte man eine Kurzgeschichte nicht zwingend auf die leichte Schulter nehmen.

Aus zwei Artikeln haben wir die wichtigsten Dinge für Kurzgeschichten herausgefiltert, die Links zu den Seiten findet ihr am Ende dieses Eintrages. Wir legen euch ans Herz diese Beiträge auch nochmal in ihrer Fülle zu lesen 🙂

1. Überschaubare Anzahl an Figuren
eine Kurzgeschichte braucht einen klaren Protagonisten, der einen durch den Konflikt trägt. Natürlich kann man auch ein paar Nebencharaktere einbauen, aber man sollte immer bedenken, dass mit jeder weiteren Figur, die man einführt auch Wörter „verschwendet“ werden.

2. wenige Schauplätze
genau wie beim ersten Punkt muss jeder neue Schauplatz kurz eingeführt werden, man muss ihn dem Leser nahe bringen und ihm einen Punkt geben, an dem er sich orientieren kann. Das kostet Wörter.

3. Kaum Subplots
eine Kurzgeschichte sollte sich auf die Haupthandlung konzentrieren. Man kann sicherlich auch immer mal eine Nebenhandlung einbringen, aber auch hier sollte man an die Begrenzung denken und sich überlegen, ob eine Nebenhandlung wirklich notwendig für diese Kurzgeschichte ist.

4. Kontext
all die Artikel sind sich einig, dass man spät in die Handlung einsteigen sollte. Dies dient vor allem dafür, dass man den Konflikt nicht mehr komplett aufbauen muss, sondern direkt einsteigen kann. Dennoch muss man dem Leser auch einen gewissen Kontext bieten. Dies schafft man z.B. durch eingewebte Rückblicke, die nur ein bis zwei Sätze umfassen („Hatte mein Nachbar nicht letzte Woche noch einen Hund?“ etc.). Der Leser braucht Anhaltspunkte, um die Story zu verstehen, obwohl sie schon recht weit fortgeschritten ist.

5. Üben, üben, üben
genauso wie beim Romane schreiben, muss man es üben Kurzgeschichten zu schreiben. Vieles, das man beim Kurzgeschichten schreiben lernt, kann man in seine Roman-Projekte mitnehmen. Man kann die Kurzgeschichten nutzen, um zu sehen, wie man am Besten überarbeitet und die Ergebnisse später vielleicht auch an Ausschreibungen senden, um seine Bibliografie zu füllen 😉

Links zu den Artikeln: 5 Tips for Writing a Strong Short Story & David Farland – Tips for writing short fiction

Zum Schluss möchten wir euch noch eine Episode vom Writing Excuses Podcast empfehlen. Es ist die 20. Folge aus der 8. Staffel in der Mary Robinette Kowal über den Entstehungsprozess einer Kurzgeschichte spricht und einige an Tipps gibt.
Außerdem möchten wir euch auch gerne noch den Artikel von Marcus Johanus empfehlen, in dem er quasi eine kleine Anleitung dazu gibt, wie man „eine verdammt gute Kurzgeschichte schreibt“.

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